Wertvolle Begegnung auf Augenhöhe

Die Sicht auf die Dinge erweitern – aufgrund neu gewonnener Eindrücke

Interkulturelle Begegnung

[img src=http://foerderverein.realschule-plus-idar-oberstein.de/wp-content/flagallery/brazil-kids/thumbs/thumbs_sambalele-1.jpg]Sambalele
Musik- und Tanzworkshop
[img src=http://foerderverein.realschule-plus-idar-oberstein.de/wp-content/flagallery/brazil-kids/thumbs/thumbs_sambalele-2.jpg]Sambalele
[img src=http://foerderverein.realschule-plus-idar-oberstein.de/wp-content/flagallery/brazil-kids/thumbs/thumbs_mutoto-chaud-1.jpg]Mutoto Chaud
Akrobatik- und Theatergruppe aus dem Kongo
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[img src=http://foerderverein.realschule-plus-idar-oberstein.de/wp-content/flagallery/brazil-kids/thumbs/thumbs_mutoto-chaud-4.jpg]Mutoto Chaud
[img src=http://foerderverein.realschule-plus-idar-oberstein.de/wp-content/flagallery/brazil-kids/thumbs/thumbs_capoeira.jpg]Capoeira
brasilianischer Kampftanz
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Als „wertvolle Begegnungen“, einen „Dialog auf Augenhöhe“ oder als „Erfahrungsaustausch“ lassen sie sich wohl am treffendsten kennzeichnen: Internationale Jugendbegegnungen bieten unter Gleichaltrigen eine Möglichkeit sich mit der kulturellen Identität anderer Länder auseinanderzusetzen.

Seit 2001 finden in der Realschule plus Idar-Oberstein in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendamt Idar-Oberstein regelmäßig internationale Begegnungen statt, die der Förderverein finanziert.

In den Workshops der KinderKulturKarawane erlernen Kinder und Jugendliche unterschiedliche Ausdrucksformen ganz praktisch. Tanz, Akrobatik, Körperwahrnehmung, theaterformen, Tanzchoreographen und verschiedenste Rhythmen sind oft schon nach wenigen Stunden so gut einstudiert, dass sie den eigenen Mitschülern präsentiert werden können.

Bestehende sprachliche Barrieren werden dabei „mit ein paar Brocken Englisch, viel Geduld und einem gewinnenden Lächeln“ überwunden, und binnen kürzester Zeit gelingt es „auf die komplizierten Rhythmen und für europäische Ohren ungewohnten Melodiefolgen einzustimmen und die Schüler und Schülerinnen in eine andere Welt mitzunehmen.

Im Jahr 2000 gibt es die erste Begegnung mit der Formation der Ndere Kids aus Uganda, die sich mit einer fantastischen Mischung aus Tanz, Gesang und instrumenteller Musik in die Herzen der Schülerinnen und Schüler musizieren.

Mit unglaublicher Perfektion spielen die Kinder Perkussion, Saiten- und Windinstrumente. Tänze verschiedenen Regionen Ugandas und Kinderspiele gehören hier ebenso zum Programm, wie Musik- und Tanzworkshops (Stampftänze, Hüfttänze).

So wird die Tour der Straßenkindergruppe Wegbereiter für Verständnis und Offenheit gegenüber anderen Kulturen und fördert durch das „direkte Miteinander“ interkulturelle Kompetenzen: oftmals steigt der Ehrgeiz und die Bereitschaft Fremdsprachen zu erlernen und das Kennenlernen anderer Lebensweisen und politischer Hintergründe ermöglicht das Reflektieren der eigenen Situation und der persönlichen Sicht auf die Welt – vielfach werden auch berufliche Entwicklungen maßgeblich beeinflusst.

2002 begeisterte Djovana, eine Rap Gruppe aus Mosambik mit Spaß und Lockerheit und ihren besonderen Texten. Die Rapper erzählen von dem, was sie als Kinder erleben mussten: Krieg, Hunger, Perspektivlosigkeit, aber auch von ihren Träumen und Wünschen und von ihrer Hoffnung auf ein anderes, besseres Leben. Schnell wurde die Schulturnhalle zur Bühne für traditionelle Tänze, Lieder, Poesie und rap aus den Heimatländern der TeilnehmerInnen.

Im darauffolgenden Jahr, im Spätsommer 2003, gastiert die Gruppe Sambalele aus Brasilien in Idar-Oberstein und vermittelt auf unglaublich ästhetische Art und Weise brasilianische Lebensfreude pur: ganz bewusst setzt die Gruppe als Stilmittel „Capoeira“ einen Verteidigungs-Tanz, den die Sklaven aus Afrika zu Kolonialzeiten mit nach Brasilien brachten, in ihrer Arbeit ein.

Die Kinder und Jugendlichen der Gruppe, die Schläge, Hunger, Misshandlung und Entbehrung am eigenen Körper erfahren haben, zeigen, dass sie sich „in ihrer Haut“ wohlfühlen können, dass der eigene Körper etwas Schönes ist, dass man Kraft einsetzen kann, ohne Schaden zu nehmen und dass man den Körper des anderen respektiert.

Im Jahr 2004 zeigen die Caraga Kids des fünftgrößten Inselstaates der Welt, den Philippinen, mit besonders eindrucksvollen, farbenprächtigen Kostümen in ihrem Theaterstück „Usa Ka Damgo“ übersetzt „ein Traum“, wie Muslime und Christen religiöse Grenzen überwinden und ein gemeinsames Erntedankfest feiern.

2005 zeigt die Gruppe Mutoto Chaud aus der Demokratischen Republik Kongo in ihrem Stück „Vakkabo“ das Leben des Straßenjungen Izo Bada und seiner Clique. In einer Collage aus Spielszenen mit viel Akrobatik spielen die Beziehungen der Jugendlichen untereinander, ihr Überleben durch Jobs und Diebstahl und die Reaktionen der Öffentlichkeit und Gesellschaft auf ihre Existenz die zentrale Rolle- die Lebenswelt der Jugendlichen aus dem Kongo macht die Projektpartnerschaft zu einer besonders nachhaltigen Begegnung unter Gleichaltrigen.

Ob 2006 die Brazil Kids aus Brasilien oder im Jahr 2009 der Golden Youth Club aus Südafrika immer wieder waren die Begegnungen der Jugendlichen mit den Schülerinnen und Schülern der Realschule plus Idar-Oberstein geprägt von sehr „authentischem Lernen“. Besonders für die junge Generation muss es Möglichkeiten geben, fremde Menschen und Kulturen kennenzulernen und so zu einem friedlichen Miteinander beizutragen.

Nach unserer Auffassung dient diese Form der Begegnung der Förderung von Verständnis, Zusammenarbeit und Toleranz und trägt dazu bei, Fremdenfeindlichkeit und nationalem Egoismus entgegenzuwirken.

2 Gedanken zu “Wertvolle Begegnung auf Augenhöhe

  1. Danke für diese Überlegung, Tamara. Wir nahmen deinen Vorschlag als Anstoß um entsprechende Filme vorzukramen, welche demnächst in kleinen Segmenten hier zu diesen Themen zu sehen sind.

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