Jubiläum

Schule folgte dem Wandel der Gesellschaft

Jubiläum Mit einem Festakt und einem bunten Schulfest feierte die Integrative
Realschule plus ihr 50-jähriges Bestehen

ldar-Oberstein, Mit Schulfest und Festakt feierten die Realschule plus und
die in ihr aufgegangenen Vorgängerformen in der Rostocker Straße ihr 50-
jähriges Bestehen. Kein Wunder, dass an diesem Tag auf dem Schulqelände
die Zahl ,,50″ unübersehbar war. Sie prangte bunt und vielgestaltig auf Plakaten
und Transparenten, auf allen Fenstern der Schule, als Zahlengirlande rund um
den Sportplatz und auch in einem Beet mit gelben Blumen, die auf dem
Rasenhang vor dem Schulgebäude in 50er-Form gesetzt worden waren.
“Schule im Wandel der Zeit” ‘lautete das Thema der Schau- und Aktivstände
des Schulfestes und auch des Festaktes. Doch nicht nur der Blick zurück auf
die bildungspolitischen Phasen der Entwicklung der heutigen Schule von der
Volksschule und Konfessionsschule über die Hauptschule bis zur aktuellen
Integrativen Realschule plus leitete die drei Festredner.
Z
ukunftsorientierte Entscheidung
In gleichem Maße blickten sie voraus: “Entscheidend für die Qualität aller
Aktivitäten, die Wandel bewirken, ist die konsequente Zukunftsorientierung aller
Entscheidungen”, sagte Schulleiter Klaus Weyrich, der die Hauptrede hielt.
“Denn es ist unsere Aufgabe, den Schülern jene Kompetenzen zu vermitteln,
die diese in der Zukunft brauchen.” In einer eindrucksvollen Rede illustrierte
Weyrich am Beispiel der Aspekte Standort der Schule, Gebäudenutzung,
Name, Rolle der Religion, der Fachwissenschaften und der
Leistungsanforderungen den Wandel der bildungspolitischen Ziele, der die
.Hohlschulen” prägte, und ging auch auf die dahinter stehenden Ursachen ein:
den rapiden Wandel der Gesellschaft in Bezug auf Arbeitswelt,
Freizeitverhalten, Familiensituation, die Rolle der Frauen und die Demografie .
Die Welt ist digitalisiert, kommerzialisiert, sexualisiert und globalisiert”, fasste
der Schulleiter zusammen. “Es ist daher nur logisch, dass sich auch die
Schüler im Vergleich zu früher geändert haben.”
Glückwünsche und den Dank an die engagierten Lernkräfte der Schule,
gleichzeitig aber auch an den städtischen Schulträger sprach
Regierungsschuldirektorin Annemarie Brüse von der Aufsichts- und
Dienstleistungsdirektion aus. Sie wie auch Bürgermeister Frank Frühauf gingen
auf die Geschichte der “Schulen auf der Hohl” ein, wobei Frühauf feststellte,
dass die Realschule plus im Rahmen des Strukturwandels die einzig
verbliebene weiterführende Schule in Trägerschaft der Stadt geworden sei,
vielleicht auch deswegen, weil – so Frühauf – ..die Verantwortlichen, allen voran
Schulleitung und Kollegium, die Veränderungen der Vergangenheit nicht als
Belastung, sondern stets als Chance begriffen haben, ihre Einrichtung
weiterzuentwickeln und so beherzt in die Zukunft zu führen”.
Vorführungen und Musi
k
Doch nicht nur Reden bestimmten die Geburtstagsfeier der Hohlschule. Den
ganzen Nachmittag über herrschte reges Festtreiben auf dem Schulhof und im
Haus. Ausstellungen, Informations-, Quiz- und Spielstände. viel Musik,
Tanzvorführungen, Rope Skipping, das gastronomische Angebot und die viel
genutzte Möglichkeit zum Treffen Ehemaliger waren Teil des Programms
Selbst der vormittägliche Festakt enthielt unterhaltsame Auflockerungen:
Jeweils angekündigt von Konrektor und Moderator Norbert Tolzin, traten
zweimal die Trommler des Rhythmik-Kurses der Klassen 5a und 5b unter
Leitung von Anneliese Hanstein auf. Laura Klein und Aljona Bauer (10. Klasse)
hielten eine Rede ohne den Buchstaben „d”, Marie List und Stephanie Graf
sangen “Rolling in the Deep”, und die Klasse 7b von Klassenlehrerin Monika
Stoye spielte in eng!ischer Sprache das Märchen ..Hans in Luck”:…..

Mitglieder des Fördervereins engagieren sich tatkräftig. Hier Frau Müller und Herr Wolf beim Verkauf von Getränkebons, sowie Frau Wolf beim Verkauf der Festschrift und Herr Wahl. Zur selben Zeit halfen weitere FöV-Mitglieder, wie z.B. der Kassierer, Herr Görlitz, an Grill- und Getränkeständen sowie an der Kuchentheke


 

 

 

 

 

 

 

 


Von der Volksschule über die Hauptschule und Regionale Schule

zur heutigen Integrativen Realschule plus
Einen guten Einblick in die Entwicklung der „Schulen auf der Hohl“ und die heutige
Struktur der „Realschule plus“ gibt die anlässlich des 50jährigen Bestehens verfasste, reich bebilderte Festschrift.
Auf 160 Seitenstellen die rund zwei Dutzend Autoren unter der redaktionellen Leitung von
Stefan Kugler die Historie der Schule von der Volkschule über die Hauptschule, die Regionale Schule, die Ganztags- und Schwerpunktschule bis zur heutigen, einzigen
weiterführenden Schule in der Trägerschaft der Stadt Idar-Oberstein dar.
Ein Farbbildteil zeigt die Schüler und Lehrer der einzelnen Klassen im
Jubiläumsjahr. Die Begriffe Schwerpunktschule, Ganztags- und Integrative Realschule werden erläutert. Ehemalige Schüler schreiben über ihre Zeit uaf der Hohl und Ihren weiteren Lebensweg. Sportliche Erfolge, Projekte, Exkursionen und interkulturelle Begegnungen zeigen die Vitalität der Schulgemeinschaft.Mehrere Arbeitsgemeinschaften, beispielsweise für Kochen, Videofilmen, Maschinenschreiben, Theaterspielen oder rhythmische Musik stellen sich vor. Weitere Artikel informieren über die Schülerzeitung, den Förderverein, die Schulsozialarbeit, die Schülervertretung, das sexualpädagogische Präventionsangebot und die Schuldnerberatung des Diakonischen Werkes, die Hausaufgabenbetreuung der Caritas und über die breite Palette berufsorientierender Maßnahmen.

© RZ Koblenz
Nahe Zeitung vom Montag, 14. Mai 2012, Seite 14

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